Das Thema hatten wir bereits:
http://forumserver.twoplustwo.com/sh...&postcount=766
Sei vorsichtig und lass dich nicht erwischen. Im Grunde musst du jeden Gewinn beim Job-Center melden. Wenn du nicht meldest, weil du einen Gewinn wieder verzockt hast, machst du dich strafbar und wirst u.U. sogar noch härter bestraft, wenn dir irgendwer auch noch eine Spielsucht ans Bein flicken kann.
An deiner Stelle würde ich jeden Betrag den du auscasht, der Arge melden. Wegen so einen Quatsch würde ich keine Strafe wegen Sozialleistungsbetrug iSd § 263 StGB und damit einen Eintrag im Strafregister riskieren. Wenn du kein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen kannst, kann dir das deine Job-Aussichten im weiteren Leben ziemlich versauen.
Ich will dazu systemkristisch eine Geschichte erzählen. Nachdem ich mir diese Videos angesehen habe:
http://www.youtube.com/watch?v=BqOciqnYu4E
http://www.youtube.com/watch?v=s0zVp...eature=related
http://www.youtube.com/watch?v=Z5PqR...eature=related
überlegte ich gestern ernsthaft, mich den Linken anzuschließen (dabei war ich noch nie in meinem Leben Mitglied einer politischen Partei). Ich habe mich deshalb ein wenig dafür interessiert, welche Positionen die Linken im Landtag von NRW vertreten. Dabei ist mir das Plenarprotokoll 15/45 aus dem Landtag-Nordrhein Westfalen vom 20.11.2011 in die Hände gefallen. Thema dieser Plenarsitzung war: "Finanz- und Bankenkrise treffen auch NRW" und "Die Macht der Finanzmärkte brechen – NRW begrüßt die globale Bewegung 'Besetzt die Wallstreet'“.
In dieser Sitzung haben Politiker aller Fraktionen offen über die Zockermentalität unserer Regierung, der Landesregierungen und der Kommunalpolitiker sowie der Landesbanken geredet. Der Abgeordnete Armin Laschet (CDU) hat dabei folgende Geschichte erzählt:
Quote:
Diese Mentalität des Zockens hat bei (uns) allen stattgefunden, bis in die letzte Kommune in Nordrhein-Westfalen hinein. Ich nenne Ihnen ein Beispiel aus meiner Nachbarschaft: Übach-Palenberg! Da hat man sich am aktiven Spekulieren mit Zinsgeschäften des Euro zum Schweizer Franken engagiert. Der Bürgermeister hat das letztlich noch einmal erklärt.
Man hat auf den Umtauschkurs mit Bezug auf den Euro gewettet. Bewegte sich der Kurs in eine bestimmte Richtung
…
(Hans-Willi Körfges [SPD]: Wer hat sie da beraten?)
– Ich sage Ihnen gleich, wer sie beraten hat: Die große öffentlich-rechtliche WestLB hat sie beraten.
(Zuruf von Özlem Alev Demirel [LINKE])
Jetzt ist plötzlich der Schweizer Franken an den Euro gekoppelt. Diese Kommune kommt bis 2035 aus diesen Spekulationen nicht mehr heraus. Also, nicht nur auf Banken schimpfen, nicht nur auf anonyme Spekulanten schimpfen: In unseren Kommunalparlamenten, in unserer WestLB, überall hat dieses Zocken stattgefunden. Und das muss enden. Das müssen wir an dieser Stelle klipp und klar sagen.
(Beifall von der CDU – Rüdiger Sagel [LINKE]: Nehmen Sie dabei zur Kenntnis, dass wir Ihnen schon seit Jahren sagen, dass Sie die WestLB kontrollieren sollten!)
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Ich frage mich ernsthaft, warum sich noch kein Politiker wegen Verzocken von öffentlichen Geldern vor einem Strafgericht verantworten musste. Milliarden haben sie bereits verzockt, aber den kleinen Harz IV Empfänger, der zusehen muss, wie er mit viel zu wenig Geld über die Runden kommt, wollen sie kriminalisieren und wegen Betrug bestrafen.